SPD-Ortsverein Dresden-Leuben

Bundestagskandidatur von Christian Avenarius

Wahlen

 

Christian Avenarius 

Bewerbung für die Kandidatur
zur Wahl des 19. Deutschen Bundestages 

Bundestagswahlkreis Dresden I (Wahlkreis 159) 

 

Liebe Genossinnen und Genossen, 

bevor ich mich in den nächsten Wochen in den einzelnen Ortsvereinen und Arbeitsgemeinschaften persönlich vorstelle, hier einige Informationen zu meinem Lebenslauf und zu meiner Motivation für die Bewerbung. 

Biografisches und Berufliches: 

Ich bin 57 Jahre, verheiratet, habe drei Kinder und zwei Stiefkinder. Aufgewachsen bin ich in Heidelberg, Zivildienst geleistet und studiert habe ich in Freiburg im Breisgau, in Dresden lebe ich seit 1991. 

Seither arbeite ich in der sächsischen Justiz. Ich war acht Jahre Richter an verschiedenen Dresdener Gerichten. Die übrige Zeit war ich in unterschiedlichen Funktionen als Staatsanwalt tätig. Seit 2006 bin ich Oberstaatsanwalt. 

Den größten Teil meines Berufslebens habe ich mit der Bearbeitung von Kapital- und Sexualdelikten sowie von Jugendstrafsachen zugebracht. Derzeit leite ich in der Dresdner Staatsanwaltschaft die Abteilung für Kapitaldelikte und allgemeine Strafsachen. Von2005 bis 2010 war ich zusätzlich Behördensprecher. 

Dresden ist mir zur neuen Heimat geworden, aus der ich nicht mehr weg will. Seit 2005 leben wir in Laubegast. Der Stadtteil gefällt mir vor allem gut, weil er ein Dorf inmitten einer Großstadt geblieben ist. 

Engagement in der SPD und Ausblick auf mögliche Koalitionen: 

Mitglied der SPD war ich zunächst von 1983 bis 1999. Nachdem ich mich in den darauf folgenden zehn Jahren nicht wie geplant bei den Grünen, sondern ausschließlich in einem Berufsverband engagiert hatte, bin ich 2009 wieder eingetreten. Seit 2010 betätige ich mich wieder aktiv in der Partei, anfänglich überwiegend in der ASJ, deren Landesvorsitzender ich zeitweilig war. 

Bei der Kommunalwahl 2014 wurde ich in meinem Heimatwahlkreis zum Stadtrat gewählt. Seit September 2015 bin ich Vorsitzenderder Stadtratsfraktion. Kurz nach Übernahme dieses Amtes bin ichvomVorsitzdesSPD-UnterbezirkesDresdenzurückgetreten,denichimSeptember2014 übernommen hatte, da eine Konzentration dieser beiden Funktionen für mich aus prinzipiellen Überlegungen nicht in Frage kam. 

In die Zeit meines Unterbezirksvorsitzes fällt insbesondere die Oberbürgermeisterwahl 2015 mit Eva-Maria Stange als gemeinsamer Kandidatin von SPD, Linken und Grünen. Ich habe in den Diskussionen um das Programm und die Organisation des Wahlkampfes - ebenso wie in den kürzlich erfolgreich abgeschlossenen Verhandlungen für die zweite Kooperationsvereinbarung - hautnah erlebt, welche Schwierigkeiten, aber auch welche Chancen die Zusammenarbeit zwischen diesen drei Parteien mit sich bringen kann. Deshalb ist die Variante Rot-Rot-Grün für mich auf allen politischen Ebenen ein mögliches Modell. 

Allerdings muss man klar sehen, dass jede Koalition ein vorübergehendes Projekt und damit ein Zweckbündnis ist. Auch Linke und Grüne bleiben Konkurrenten. 

Motivation für meine Kandidatur und erste inhaltliche Schwerpunkte: 

Um ein Mandat im Deutschen Bundestag bewerbe ich mich, weil ich es als ungemein reizvolle Herausforderung empfinde, meine über 25-jährige Berufserfahrung in die parlamentarische Arbeit einzubringen. Ich würde mich dieser Aufgabe mit großem Respekt und und einer gehörigen Portion Demut stellen. 

Inhaltlich will ich mich insbesondere auf die Fragen konzentrieren, die die Sicherheit und das Zusammenleben der Menschen in unserem Land betreffen. 

Diese ergeben sich natürlich zunächst auf dem Gebiet der Innen- und Rechtspolitik, aber ebenso auch in der Sozialpolitik. Für mich gilt nach wie vor der Satz, dass die beste Kriminalpolitik eine gute Sozialpolitik ist. 

VondaherkannichsehrgutaufmeinenErfahrungeninderDresdnerKommunalpolitikaufbauen:Der soziale Wohnungsbau, eines der zentralen Themen in der Landeshauptstadt, wird ganz entscheidend von der Bundespolitik beeinflusst. Ohne die entsprechenden Förderprogramme auf Bundesebene hätten wir vor Ort keine Chance. 

Das Gleiche gilt für den Umgang Dresdens mit Flüchtlingen. Unsere kommunalen Gestaltungsräume für Unterbringung und Integration werden maßgeblich in Berlin bestimmt. Die gesetzlichen Regelungen der ausländer- und asylrechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland gewinnen in einer Welt, die völlig aus den Fugen geraten ist, immer mehr an Bedeutung. Es wäre für mich ein Herzensanliegen, mich gerade hier zu engagieren, möglicherweise auch mit außenpolitischen Schwerpunktsetzungen. 

Eine Herzensangelegenheit wäre es auch, als Dresdner Abgeordneter daran zu arbeiten, den guten Ruf unsere Stadt wiederherzustellen und ihren weltoffenen Charakter zu erhalten. Die braunen Narren und Hetzer von Pegida haben schon viel zu viel Unheil angerichtet. 

Im Übrigen will ich auch daran mitarbeiten, nicht nur das Bild Dresdens, sondern auch das Bild Sachsens zurechtzurücken. Gerade die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, wie heruntergekommen die von der programmatisch und personell verbrauchten CDU geprägte politische Kultur in unserem Freistaat inzwischen ist. 

Es ist ungeheuerlich, dass Justizminister Gemkow nicht die politische Verantwortung für den Suizid des terrorverdächtigen syrischen Untersuchungsgefangenen übernommen hat und von seinem Amt zurückgetreten ist. So etwas wäre wirklich in keinem anderen Bundesland möglich. 

Man kann hier immer wieder nur den berühmten Satz von Willy Brandt zitieren, der schon lange für mich Leitsatz ist: Erst kommt das Land und dann kommt die Partei. 

Ausblick und Wahlkampf: 

Zu guter Letzt: Ich habe schon zweimal bewiesen, dass ich gute Wahlergebnisse holen kann. Ich habe bei der Kommunalwahl einen zuvor lange als wenig aussichtsreich geltenden Wahlkreis für die SPD zurückerobert und bei der Landtagswahl das drittebeste Erststimmenergebnis aller sächsischen SPD-Kandidaten erreicht. 

Auch vor diesem Hintergrund bitte ich um Euer Vertrauen. 

Christan Avenarius 

christian.avenarius@spd-dresden.de

 
 
 

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